Unsere Hackschnitzelheizung


Seit Sommer hat sich der Heizölgeruch im Pfarrstadel für immer verflüchtigt. Endlich haben die beiden "Dinosaurier" im Heizungsraum dem neuen Hackschnitzelkessel der Firma Heizomat®, Maicha b. Gunzenhausen, Platz gemacht. Für die Kirchengemeinde und Pfarrfamilie war dies ein wichtiger Schritt im Klimaschutz und bei der Reduzierung der Heizkosten. Immerhin waren in den vergangenen Jahren für das Pfarrhaus, Pfarrstadel und den Kindergarten jährlich rund 10.000 bis 11.000 Liter Heizöl verbraucht worden. Dies entsprach einer CO2-Emission (Ausstoß von Kohlendioxid) von 30 Tonnen.

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Einige wichtige Faktoren sprachen für die Entscheidung, die Heizung in diesem Jahr auszutauschen:
· Der Heizkessel aus dem Jahr 1974 hätte bis Ende 2008 gemäß E-nergieeinsparverordnung getauscht werden müssen.
· Der Heizkessel für das Pfarrhaus aus dem Jahr 1991 war ebenfalls reparaturbedürftig.
· Der Kamin für das Pfarrhaus ist versottet und hätte demnächst teuer saniert werden müssen.
· Die Mehrwertsteuererhöhung steht vor der Tür. Und nicht zuletzt:
· Der Ölpreis ist in den letzten 36 Monaten regelrecht explodiert.

Am Anfang stand die Idee: Warum weiterhin teures und knappes Heizöl in altersschwachen Heizölkesseln verbrennen, wenn rund um Eysölden ausreichend Brennholz zur Verfügung steht? Bis aus der Idee ein vernünftiges Ganzes wurde, vergingen allerdings etliche Monate mit viel Planungs-, aber auch Überzeugungsarbeit.

Die intensiven Gespräche haben sich aber gelohnt: Mit Manfred Dorner wurde ein "Wärmedienstleister" gefunden, der zunächst für 5 Jahre die Anlage betreuen und mit Hackschnitzeln beliefern wird. Die Kirchengemeinde und die Pfarrfamilie bezahlen nur die tatsächlich "gelieferte" Wärme, die mit Wärmemengenzählern ermittelt wird. Die Preisschwankungen am Ölmarkt betreffen uns nur noch geringfügig durch eine Preisgleitklausel. Der wesentliche geringere Dienstleistungs-Preis von umgerechnet 30 Cent je Liter Heizöl muss aber auch mit höheren Anschaffungskosten für die Umstellung von Heizöl auf Holz verrechnet werden. Immerhin wurden insgesamt 53.800 € verbaut, die etwa zu zwei Drittel für die Heiztechnik verwendet wurden. Das restliche Drittel wurde benötigt, um das Gebäude für den neuen Brennstoff "flott" zu machen. Der Umstieg wurde mit überdurchschnittlich hohen Zuschüssen von der Landeskirche, der politischen Gemeinde, und dem Bundesamt für Wirtschaft gefördert. Es bleibt dennoch eine finanzielle Belastung von rund 30.000 €, die die Kirchengemeinde selbst schultern muss. Dies ist viel Geld. Bei einer Umstellung auf Heizölkessel mit Brennwerttechnik wären allerdings auch beträchtliche Kosten für den Austausch der Kessel, die Schornsteinsanierung und den Austausch der Steuerungen sowie der Umwälzpumpen fällig geworden. Und die eingesparten Brennstoffkosten wären niedriger ausgefallen, als dies bei einer Hackschnitzelanlage der Fall ist.
Wesentlichen Anteil am Gelingen des Projekts hatten der mit der Planung und Bauüberwachung betraute Architekt Gerald Dollack und die beteiligten Handwerksfirmen, die gute Arbeit geleistet haben.

Abschließend hoffe ich, dass der von uns eingeschlagene Weg "weg vom Öl" auch Anderen als Vorbild dienen kann.

Dieter Bubenberger

100-jähriges Organistenjubiläum

Beim Gemeindefest am 29. Juni konnte Pfarrer Lorenz die Ehrung von zwei bewährten Kirchenmusikern unserer Gemeinde vornehmen, und wir konnten ein 100?jähriges Organistenjubiläum feiern.
40 Jahre nun spielt Irmgard Kreichauf Orgel bei uns, in den ersten Jahrzehnten vertretungsweise, seit ein paar Jahren zwei? bis dreimal im Monat, fest eingebunden in einen Organistenplan, an dem auch Matthias Peipp, Andreas Knollmeyer und Roland Enzenhöfer beteiligt sind.
Seit über 60 Jahren sitzt Matthias Peipp am Spieltisch von Kirchenorgeln, anfangs noch in Buchschwabach, dann die weitaus längste Zeit seines Lebens an der Orgel unserer St. Thomaskirche. Jeden Sonntag, jeden Feiertag, jede Taufe, jede Trauung, jeder Trauergottesdienst - über Jahrzehnte gab es keinen Gottesdienst (von der kleinen Andacht bis hin zum Festgottesdienst mit großem Aufgebot von [Ehren?]Gästen), bei denen nicht Herr Peipp die Orgel gespielt hätte. So viel Engagement und spontane (!) Einsatzbereitschaft, Geduld und Ausdauer, Gelassenheit, ansteckende Freude und Ausstrahlung (trotz mancher schweren Wege, die er gehen musste), so viel Liebe zur "Kirchenmusik" verdient höchstes Lob und große Anerkennung!



So konnte Pfarrer Lorenz denn auch nicht nur Geschenke der Kirchengemeinde Eysölden überreichen (Eintrittskarten zum Orgelkonzert, ein Buch und eine CD über die Orgel, einen Essensgutschein, Blumen), sondern auch eine Urkunde des Oberkirchenrats im Kirchenkreis Nürnberg, Stefan Ark Nitsche; immerhin übte Herr Peipp seine Organistentätigkeit von Anfang an bis heute immer in unserem Kirchenkreis aus. Außerdem übermittelte Dekanatsbezirkskantor Michael Haag auch im Namen von Dekan Dr. Reinhard Brandt ein schriftliches Grußwort, in dem es unter anderem heißt:


"… all das bekommen Sie aus Ihrem GLAUBEN an den Dreieinigen Gott. Ihre musikalische Begabung, Ihre Gesundheit und Ihr schönes Alter kann man sich selbst im Internet nicht kaufen; für die selbstlose Liebe gibt es kein besseres Vorbild als den gekreuzigten Christus; und über den guten Geist, den guten Geist Gottes können wir zwar sicher nicht verfügen, aber Sie geben ihm offensichtlich immer gerne Raum, wenn er auf Sie zuweht oder irgendwo brausen will.