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Thema: ONLINE MIT GOTT?!
"online mit Gott" ... wie dieses "online-sein"
aussehen kann, haben wir gerade in dem Anspiel gesehen. Und auch wenn es zum Schmunzeln
anregt, war es sehr nah an der Wirklichkeit, nah an unserem Leben dran. Wie oft rechnen
wir denn eigentlich damit, daß Gott antwortet wenn wir beten, wenn wir online
sind.
"online mit gott" unser Thema heute. Beim
letzten "You+Me"-Gottesdienst ging es darum, mit welcher aufopfernden Liebe
Jesus für uns den Weg zu Gott frei gemacht hat und wie da erst die Beziehung zu
Gott möglich war.
Und heute möchte ich einmal die Frage in den Raum
stellen, wie es für Jesus möglich war in so einem hohen Arbeitstempo zu leben,
ein derart hohes Maß an Liebe auszustrahlen, wie es machbar war, daß er
diesen, von den Leuten nicht immer aktzeptierten Weg zu gehen. Wir finden ganz am Anfang
des Markusevangeliums eine Erklärung dafür. Und zwar steht das in
Markus 1, 9-13.
In dieser Zeit kam Jesus von Nazareth aus der Provinz
Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Gleich nach der Taufe,
als Jesus aus dem Wasser gestiegen war, sah er, wie sich der Himmel über ihm öffnete
und der Geist Gottes wie eine Taube auf ihn herabkam.
Dabei hörte er eine Stimme aus dem Himmel: "Du
bist mein geliebter Sohn, der meine ganze Freude ist." Gleich darauf führte
der Geist Gottes Jesus in die Wüste.
Vierzig Tage war er dort den Versuchungen des Teufels
ausgesetzt. Er lebte mit wilden Tieren zusammen, und die Engel Gottes dienten ihm.
Um etwas tun zu können, beruft uns Gott! Jesus
wird von Johannes getauft und Gottes Stimme ist zu hören: "Du bist mein Sohn,
Dir gilt meine Liebe, Dich habe ich erwählt!". Jesus konnte nur so handeln
weil er eine Berufung hatte. In der Bibelstelle findet erst dieser Zuspruch Gottes,
die Berufung durch Gott statt - und dann? Dann geht Jesus 40 Tage in die Wüste...weil
ihn der Geist Gottes dort hinführt. Nicht weil er sagt, jetzt habe ich von den
Leuten schon wieder genug sondern weil neben dem Zuspruch auch die Zurüstung Gottes
stattfinden muß. Es braucht eine Zeit der Ruhe, in der ich hören kann was
Gott mir sagen will. Eine Zeit in der er mich erbauen will, meine Akkus wieder neu
aufladen will, eine Zeit in der er mir auch Dinge sagen will, dir er verändern
möchte. Ich möchte dem Abend den Untertitel geben: "Neue Hörer
braucht der Herr", nicht neue Männer braucht das Land, das wäre noch
wieder ein ganz neues Thema. "Neue Hörer braucht der Herr!". Es gibt
ja viele Kurse, mit dem schönen Wort Rhetorik zum Beispiel in denen man lernt
zu Reden. Da geht's dann darum wie fange ich zum Beispiel eine Rede an usw. Und ich
habe mir die Frage gestellt, ist es denn möglich auch Hören zu lernen. Überlegen
wir mal wie gute Hörer wir sind.
Und deshalb habe ich mal zusammengekramt, was denn
einen neuen Hörer ausmacht. Wie ich mich richtig darauf einstellen kann, auf das
was Gott mir für mein Leben sagen will.
7 Punkte wie ich mich auf das Reden Gottes einstellen
kann:
1) Ich nehme mir Zeit. Jesus geht in die Wüste.
Er mischt sich nicht gleich unter die Leute um ein Wunder nach dem anderen zu vollbringen
- er nimmt sich Zeit. Er weiß um die Wichtigkeit dieser Ruhe, dieser Stille vor
Gott. Zeit nehmen um mich auf mein Gegenüber einstellen zu können. Bewußt
einen Termin mit Gott machen, bewußt einen Zeitraum am Tag festzulegen, sei es
am Morgen am Mittag oder am Abend, egal aber sich Zeit zu nehmen um auf das zu Hören
was Gott mir sagen will.
2) Ich muß mein Gegenüber ernst nehmen.
Ein Arzt hat mir mal erzählt: Ich kann mich nur auf das Problem meiner Patienten
konzentrieren, wenn ich den Patienten ernst nehme. Wenn ich ihn wichtiger nehme als
mich selbst. Wenn ich meine Probleme und das was mich bewegt zurückstelle und
ihn ernster nehme als mich selber. Das ist das was Gott will, er sagt wir sollen ihn
konkurrenzlos ehren. In an erste Stelle stellen. Und ganz praktisch gesehen, sind mir
mal ehrlich, wie oft sitzt man in einem Gottesdienst und denkt währenddessen schon
über das Essen nach, oder was man danach alles noch vor hat. Gott will an erster
Stelle stehn.
3) Ich weiß nicht wie fleißig ihr so eure
Ohren sauber macht aber ihr könnt das ja mal ausprobieren, längere Zeit das
zu unterlassen und irgendwann wird es nicht mehr ganz so einfach sein zu hören
- unsere geistliche Ohren haben manchmal auch diese Gehörpropfen. Der Prophet
Jesaja schreibt mal: Meint ihr, der Arm des Herrn sei zu kurz, um euch zu helfen, oder
der Herr sei taub und könne euren Hilferuf nicht hören? Nein, sondern wie
eine Mauer steht eure Schuld zwischen Euch und eurem Gott; wegen eurer Vergehen hat
er sich von euch abgewandt und hört euch nicht! Sünde, kann schnell zu einem
Gehörpfropfen werden. Bitte Gott, daß er dich von dieser Sünde reinigt
und befreit. Erst dann wirst Du wieder hören können, was er Dir zu sagen
hat. Jesus möchte in Deinem Leben aufräumen und saubermachen...zum saubermachen
gehören die Ohren auch dazu.
4) Liebe Gott von ganzem Herzen. Wie ist das wenn man
verliebt ist? Man setzt doch alles dran um viel Zeit mit dem anderen zu verbringen.
Weil man einfach wahnsinnig gerne in seiner oder ihrer Nähe ist. Also, viel Zeit.
Dann setzt man alles dran dem anderen zu gefallen. Die Jungs fangen plötzlich
an sich zu waschen...jahrelang haben die Eltern vergeblich versucht ihnen das beizubringen...ohne
Erfolg....plötzlich sind sie verliebt und, es klappt! Verliebte Leute sagen sich
nette Sachen. Wieso können sie so etwas sagen. Weil sie den anderen beobachten,
weil sie sich auf den anderen einstellen, weil sie wissen was der andere braucht und
weil sie brennend interessiert sind den anderen kennenzulernen.
5) Über das Gehörte nachdenken. Wie oft unterhält
man sich mit jemanden und erst im Nachhinein fällt einem auf was der andere wirklich
gesagt hat. Ich denke daran wie oft die in der Früh Bibel lese und manchmal schon
Mittags nicht mehr weiß um was es ging - über das Gehörte nachdenken
und das Gehörte mit in den Alltag nehmen. Luther hat einmal gesagt: Die heilige
Schrift ist wie ein Kräutlein - daß zu riechen beginnt wenn man es reibt.
Erst in meinem Alltag werden die geschriebenen Worte wahr, erst in der Umsetzung zeigt
sich der lebendige Gehalt dieser Worte.
6) Ruhe vor Gott. Wir haben nicht nur unser analytisches
Gehirn bekommen. Sondern auch ein Herz, mit dem wir eigentlich erst richtig verstehen
können mit welcher liebenden Art uns Gott begegnen will.
und zu guter letzt 7) das Gehörte umsetzen. Es
gibt so Leute die auf Toilettentüren so Männchen und Weibchen draufmalen
- selber nennen sie sich Kommunikationsdesigner und die haben einen Grundsatz, so einen
Spruch der ihnen in ihrer Arbeit weiterhilft. Der heißt:
Gesagt - ist noch nicht gehört
Gehört - ist noch nicht verstanden
Verstanden - ist noch nicht einverstanden
Einverstanden ist noch nicht getan.
Ich muß also lernen, daß was Gott gesagt
hat zu hören, ich muß ihn darum bitten, daß er mich das Gesagte verstehen
läßt, ich muß mich selber zurücknehmen und Gott so ehren und
ihn ernst nehmen in dem was er sagt, daß ich das auch akzeptiere und dann erst
werde ich das was Gott mir sagt tun können.
Jesus hat mal ein tolles Beispiel von Hörertypen
gebracht. Er erzählt da ist ein Sämann und der so kräftig am säen.
Und der Samen fällt auf vier verschiedene Bodentypen und so vergleicht Jesus die
verschiedenen Arten wie sein Wort aufgenommen wird.
Einiges fällt auf den Weg. Der ist hart, der ist
steinig. Da kann nichts aufgehen. Analytisch werden alle Dinge die mit Gott zu tun
haben als Blödsinn verurteilt - Glauben ist doch Mädchensache.
Einiges fällt auf bißchen Erde aber darunter
ist Fels. Das sind vielleicht so bißchen die Enthusiasten unter uns. Gerade auf
einer tollen christlichen Veranstaltung gewesen. Beeindruckt von dem was dort gesungen
und geredet wurde. Wow, jetzt wird alles anders. Aber das Samenkorn kann keine Wurzeln
schlagen, weil darunter Fels ist. Es wird bei einem oberflächlichen Erlebnis bleiben
und keinen wirklichen Tiefgang im Leben bekommen. Ein Glaube der auch in schwierigen
Zeiten überlebt, wird daraus nicht entstehen.
Einige Samen vielen unter die Dornen. Vielleicht hält
dich dein sündiger, gottloser Lebensstil davon ab, daß zu hören was
Gott Dir sagen möchte. Der Same fängt zwar schon an aufzugehen, aber die
Dornen nehmen alles Licht weg, Deine Schuld holt dich immer wieder ein. Es geht hier
nicht um eine Moralpredigt, es nicht um Schuldzuweisungen. Aber es gibt einfach Dinge
in unserem Leben die uns von Gott trennen, die den Online-Kontakt unterbrechen wollen.
Gott will diese Dornen in Deinem Leben beseitigen, er will Dein Leben zu einem blühenden
Garten machen. Den Begriff "online" findet man ja wenn's um das Internet
geht. Und ich weiß nicht wieviele von Euch schon drin sind, also im Internet.
Aber vor ein paar Monaten ging die große Meldung rum: "Vorsicht! VIRUS!"
Dieser Virus wurde als e-Mail verschickt und hatte den Titel "I love you".
Wenn man diese E-Mail dann geöffnet hat, wurde das ganze Betriebssystem zerstört.
So ist das auch mit den Dornen. Viele Dinge sagen uns "I love you", sie bieten
uns ihre Liebe an. Aber hinter dieser scheinbaren Liebeserklärung steckt nur Eigennutz.
Und in Wirklichkeit wollen sie unser Betriebssystem, unser Leben zerstören. Gott
sagt uns auch "I love you" - aber diese Liebeserklärung in Jesus ist
keine eigennützige Angelegenheit. Er liebt uns wirklich.
Einige Samen vielen auch auf fruchtbaren Boden. Hier
sind Leute bereit, in die Stille zu gehen, ruhig zu werden vor Gott und ihr Herz für
das zu öffnen was Gott bereithält.
Was für ein Hörertyp bist Du? Wenn Du glaubst
Gott nicht zu hören, geh wie Jesus in die Wüste, öffne Dich Gott, bitte
ihn das was Dich von ihm trennt aus Deinem Leben zu nehmen und höre auf das was
er dir sagen will. Er hat Dir soviel zu sagen...... AMEN.
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Musik ein/aus
"Awsome
God" |